Vom Neuling zum größten Ortsverein

Alle anwesenden Vorstands- und Beiratsmitglieder des Bürgernetzwerks Mötzingen mit den neu gewählten Wieland Flothmann (Mitte hinten), Herbert Radloff (vorne rechts) und der Beirätin Anneliese Bertsch (Mitte vorne). Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder-Bote

"Gerade ein Jahr ist es her seit der Gründung" - mit diesen Worten begrüßte der Vorstandsvorsitzende Claus-Dieter Stoll die 80 versammelten des inzwischen größten Mötzinger Vereins zur Hauptversammlung.

Das Bürgernetzwerk veranstaltete in der Mötzinger Gemeindehalle seine erste Hauptversammlung seit der Gründung im Januar 2015. Claus-Dieter Stoll nutzte die Gelegenheit, die seither getane Arbeit des Vorstandes zusammenzufassen. "Was bisher im Kopf und Herz von Frau Anneliese Bertsch beheimatet war, musste nun auf mehrere Personen aufgeteilt werden", beschrieb er den Prozess, der im vergangenen Jahr alle zwei Wochen eine Vorstandssitzung erforderlich gemacht hatte.


Doch die Arbeit zahlte sich aus: Zum 1. Juni konnte die zentrale Anlaufstelle "Netzwerkbüro" im alten Rathaus eröffnen. Außerdem zählt der Verein zwischenzeitlich 469 Mitglieder und ist damit der größte in der Mötzinger Gemeinde. Veranstaltungen wie der "Urlaub ohne Koffer" und der monatliche "Stubengang" gehören zum Angebot.
Verein sieht sich nach neuen Fördermöglichkeiten um Anneliese Bertsch, ehemalige Leiterin der Nachbarschaftshilfe, erklärte sich bereit, dem Beirat des neuen Bürgernetzwerks beizutreten. Die Versammlung wählte sie einstimmig in dieses Gremium. Rolf Härdtner kam ebenfalls neu hinzu. Frieder Gräter tauschte seinen Vorstandsposten gegen einen Sitz im Beirat.

Sein bisheriges Amt übernahm Beiratsmitglieder Wieland Flothmann. Eberhard Leins und Inge Penner schieden aus dem Beirat aus. Herbert Radloff wurde einstimmig als neues Vorstandsmitglied gewählt. Er übernimmt für Jürgen Penner.


Bei der Finanzierung der Vereinsprojekte profitierte das Bürgernetzwerk bisher vom Landesprogramm "BEST" (Bürger-Engagement sichert Teilhabe). Es ermöglichte bei vielen Gelegenheiten die Inanspruchnahme von Fördermitteln, wie Stoll erörterte. Das Projekt ist nun ausgelaufen und das Bürgernetzwerk will sich nach neuen Fördermöglichkeiten umsehen.


Da die Angebote bisher jedoch nicht förderungswürdig seien, so Stoll, wurde in einer "Zukunftswerkstatt" über eine mögliche Anpassung beraten. Als Schwerpunkt sei die Unterstützung von Angehörigen im Bereich Betreuung und Pflege vorgeschlagen worden. Eine vor Weihnachten getätigte Umfrage habe gezeigt, dass der Bedarf in diesem Bereich groß ist. Ab April wird die Bezahlung für Helfer angepasst

"Wir wollen in nächster Zeit unsere Angebotspalette in dieser Richtung erweitern und damit zugleich schon eine Brücke zu den Angeboten schlagen, die im künftigen Mötzinger Betreuungszentrum zur Verfugung stehen sollen", schloss Stoll.


Jürgen Penner gewährte der Versammlung einen Einblick in die Arbeit des Netzwerkbüros. Zu dessen 
Aufgaben gehören die Bürgersprechstunden, die organisatorische Mithilfe bei Veranstaltungen des Bürgernetzwerks sowie die Organisation der Nachbarschaftshilfe.


Die engagierten Helfer kämen hier allerdings an ihre Einsatzgrenzen, so Penner. Deswegen wird zum 1. April die Bezahlung angepasst und für alle Leistungen gleich hoch angesetzt. Ab April wird nicht mehr zwischen Putzen und anderen Leistungen unterschieden. Das gilt sowohl für die Leistungsempfänger als auch die Helfer. Klienten zahlen in Zukunft 9,75 Euro die Stunde, Helfer erhalten 8,50 Euro.


Finanziell stehe der Verein auf gesunden Beinen, wie Kassier Roland Zimmermann berichtete. Für das laufende Jahr seien keine größeren Investitionen geplant. Dem vorgeschlagenen Wirtschaftsplan für 2016 stimmte die Versammlung vorbehaltlos zu.

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Einen besonderen Nachmittag erlebten die Besucherinnen und Besucher des Bürgertreffs am 02.April 2026. Das Akkordeonkonzert mit Roman Dotsenko entführte das Publikum auf eine beeindruckende musikalische Reise und erwies sich als wahrer Hochgenuss. Vor einigen Jahren kam Frau Voss mit Roman Dotsenko in Kontakt und schenkte ihm nach einiger Zeit ein wertvolles Akkordeon. Damit entstand eine freundschaftliche Verbindung mit Roman, der u.a. an der Musikschule Primus seit 2023 in Ulm als Dirigent und Musiklehrer tätig ist. Durch diesen Kontakt ergab es sich, dass Roman Dotsenko als Dank für die Überlassung des Akkordeons vorschlug, einen Bürgertreff in Mötzingen bei Kaffee und Kuchen zu umrahmen.
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