Bürgernetzwerk Mötzingen

Nach sieben Jahren Provisorium im eigenen Büro

Im neuen Netzwerkbüro

Im neuen Netzwerkbüro: Claus-Dieter Stoll, Herbert Radloff, Gabriele Jurtz und Irmgard Heinze

Foto: Geisel

Luftiger, heller, freier – es ist ein ganz neues Arbeiten im neuen Büro des Mötzinger Bürgernetzwerks. Vor wenigen Tagen konnte das Netzwerkbüro den Umzug vom alten Rathaus in das neue Betreuungszentrum in der Schulstraße 3 abschließen.


Mötzingen - Obwohl das Netzwerkbüro sieben Jahre im alten Rathaus untergebracht war, handelte es sich doch nur um ein Provisorium, wie Vorstandsmitglied Claus-Dieter Stoll erklärt. Denn im alten Rathaus arbeitete das Team von einem durch einen Schreiner eigens angefertigten, großen Schrank mit eingebautem Schreibtisch aus. Dieser stand im Veranstaltungsraum im Erdgeschoss. Von einem echten Büroraum konnte also keine Rede sein. Die neuen Räume sind für das Bürgernetzwerk also wahrlich eine "gewaltige Verbesserung", freut sich Stoll.


Am 19. September hatte das Büro-Team seinen ersten offiziellen Arbeitstag in den neuen Räumen im Betreuungszentrum. Einsatzleiterin ist schon seit Eröffnung des Netzwerkbüros im Sommer 2015 Gabriele Jurtz. Im Lauf der Jahre erhielt sie Unterstützung von Elke Kleemann und Inge Penner.


Seit Mitte des Jahres 2021 engagiert sich Vorstandsmitglied Irmgard Heinze als ihre Vertreterin. Heinze ist begeistert von den neuen Räumlichkeiten. Diese seien viel luftiger und heller. In dem Neubau steht dem Netzwerkbüro ein eigener Büroraum zur Verfügung, zudem die Hälfte des Vorraumes. Beides befindet sich im Eigentum der Gemeinde und wird an das Bürgernetzwerk vermietet.

Besprechungszimmer buchbar

Auch das Besprechungszimmer – ebenfalls im Eigentum der Gemeinde – darf mitgenutzt werden, wie von anderen Organisationen und Gruppen. Die Belegung wird im Rathaus verwaltet.


Doch es war ein weiter Weg, bis die Schreibtische, Computer und Akten endlich in den neuen Räumen standen. Eigentlich sei der Umzug schon für März geplant gewesen, erinnert sich Claus-Dieter Stoll. Verzögerungen beim Bau schoben den Termin immer weiter raus. Die Lieferung der auf März bestellten neuen Möbel habe immer wieder verschoben, der Lieferant vertröstet werden müssen. Zwischendurch habe ein Lager genutzt werden müssen, fügt Vorstandsmitglied Herbert Radloff hinzu. Nun war es aber endlich so weit und die Vertreter des Bürgernetzwerks und des Netzwerkbüros sind sichtlich glücklich mit dem neuen Umfeld. Der Umzug ist weitestgehend geschafft. IT-ler Eric Beuchel hat ehrenamtlich maßgeblich die nötige Technik eingerichtet. Und auch wenn ein paar letzte Feinarbeiten noch ausstehen, so Stoll: "Die Arbeit kann laufen."

Nachbarschaftshilfe und Veranstaltungen

Die Aufgabe der Büromitarbeiter ist die Koordination der Nachbarschaftshilfe – eine der beiden Säulen des Bürgernetzwerks. Säule zwei sind Veranstaltungen wie der monatliche Bürgertreff, der Urlaub vom Herd und der Urlaub ohne Koffer.


Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe werden Ehrenamtliche an Personen aus Mötzingen vermittelt, die Unterstützung im Alltag benötigen. Die Helfer füllen ein Profil aus, welche Aufgaben sie übernehmen können und wollen. Das können Fahrten zu Ärzten und Behörden, Hilfe beim Einkaufen und im Haushalt, gemeinsame Spaziergänge oder einfach das Leisten von Gesellschaft sein.


Für Personen über 80 Jahren wurden in Kooperation mit der Gemeinde auch Impftermine vermittelt und Fahrten zu den Impfzentren übernommen. Die Menschen können mit allen möglichen Belangen kommen, wenn sie vor Ort niemanden haben, der ihnen hilft, fasst Herbert Radloff zusammen. Die Aufgabe des Netzwerkbüros ist es, Helfer und Hilfesuchende zusammenzubringen.


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