Bauverzögerung am Zentrum -

Mitgliederversammlung 2021

GB-Foto: Priestersbach

Mötzingen: Bürgernetzwerk hat trotz Pandemie 2020 viele Hilfen geleistet

Im kommenden Frühjahr wird das Mötzinger Bürgernetzwerk seine Räume im Betreuungszentrum beziehen – dessen Bau sich etwas verzögert. Bei der Mitgliederversammlung des Mötzinger Bürgernetzwerks wurde trotz Pandemie eine
beeindruckende Bilanz gezogen. So haben die Helfer im Corona-Jahr 2020 insgesamt 3972 Arbeitsstunden für das Bürgernetzwerk geleistet – was immerhin 15 Stunden pro Tag entsprach.


In seinen Ausführungen beleuchtete Claus-Dieter Stoll als Sprecher des Bürgernetzwerks allerdings auch die Auswirkungen des Lockdowns. So waren beliebte Veranstaltungen wie Urlaub vom Herd oder Urlaub ohne Koffer ebenso wenig möglich wie gemeinsame Ausflüge oder der Bürgertreff. Auch die Angebote der Nachbarschaftshilfe mussten zunächst zurückgefahren werden.


Von den Einschränkungen war insbesondere die Gruppe der Älteren betroffen, die dem Risiko einer Ansteckung nicht ausgesetzt werden durfte. Jetzt warte man ab, sagte Claus-Dieter Stoll, welche Regelungen künftig gelten, wenn ein großer Teil der Bevölkerung geimpft sei. Allerdings komme es auch darauf an, wie sich diejenigen wieder bewegen lassen, die in der Vergangenheit regelmäßig an den Veranstaltungen teilnahmen.


Rohstoffknappheit verursacht eine Bauverzögerung
In seinen Ausführungen ging der Vorstandssprecher auf das künftige Betreuungszentrums in der Mötzinger Ortsmitte ein. Nachdem der Rohbau steht und auch der Innenausbau deutlich fortgeschritten ist, hatten Mitglieder des Bürgernetzwerks die Gelegenheit, das Gebäude zu besichtigen – speziell natürlich die Räume, in denen das Netzwerkbüro unterkommen soll.
Wie Claus-Dieter Stoll mitteilte, sorge die weltweite Rohstoffknappheit auch hier für Bauverzögerungen. Und so gehe man davon aus, dass der Betrieb im Frühjahr 2022 aufgenommen werden kann.


Positiv verlief eine erste Begegnung mit dem Vorstand der Stiftung Innovation und Pflege, von der das Haus künftig betrieben werde. Vor diesem Hintergrund freue man sich bereits auf die besseren Arbeitsbedingungen und die Zusammenarbeit mit der Stiftung, so Stoll. Über die Arbeit des Netzwerkbüros in den Räumen des alten Mötzinger Rathauses informierte Herbert Radloff die Versammlung. Die war 2020 völlig verändert, wie Radloff beispielsweise mit Blick auf die Organisation eines „Ü-80-Impftermins“ oder Hilfestellungen bei der Terminvergabe für Schnelltests berichtete.


Über die Finanzen des Bürgernetzwerks informierte Hans-Ulrich Schmidt. So konnte 2020 ein Überschuss erwirtschaftet werden und zu Jahresbeginn wurden 427 Mitglieder gezählt – von denen aber 257 Mitglieder älter als 70 Jahre sind. Einstimmig genehmigt wurde anschließend der Wirtschaftsplan 2021 des Bürgernetzwerks mit einem Volumen von 57000 Euro auf der Ausgabenseite.


Wahlen standen in der Mötzinger Gemeindehalle ebenfalls auf der Tagesordnung. Zuvor wurde allerdings die Satzung geändert, um künftig im Vorstand des Bürgernetzwerks ein rollierendes System zu ermöglichen. Gewählt wurden jetzt die Vorstandsmitglieder Marcel Hagenlocher, Claus-Dieter Stoll, Ralf Ludewig, Dorothea Wohlfarth, Irmgard Heinze,
Herbert Radloff und Hans-Ulrich Schmidt. Die Kür der Kassenprüfer fiel auf Christl Schwenk und Jörg Vollmer.

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